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Lagebericht

 

Grundlagen des Unternehmens und Rahmenbedingungen

Die Regensburger Verkehrsbetriebe GmbH (RVB) wurde am 04.06.2018 umfirmiert in die das Stadtwerk Regensburg.Mobilität GmbH (SMO). Sie ist ein 100%iges Tochterunternehmen der das Stadtwerk Regensburg GmbH (Firmierung bis 04.06.2018: Stadtwerke Regensburg GmbH), Regensburg. Zwischen diesen beiden Unternehmen besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Die SMO erbringt mit ihren Bussen die Verkehrsleistungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit den dazugehörigen allgemeinen Dienstleistungen im Namen und im Auftrag der Regensburger Verkehrsverbund GmbH (RVV), Regensburg. Ergänzend mit den Konzepten E-Carsharing und Park&Ride steht die SMO für eine ökologische und ökonomische Fortbewegung im Stadtgebiet Regensburg. Die Leistungen sind im Verkehrsbedienungs-/Betriebsleistungs- bzw. im Dienstleistungsvertrag mit der RVV vereinbart. Bei der SMO waren zum Bilanzstichtag 320 (Vorjahr: 287) Mitarbeiter beschäftigt. In der Vorperiode blieben zwölf Mitarbeiter wegen längeren Abwesenheiten (u. a. Krankheit) unberücksichtigt. 

Im November 2009 haben die Aufgabenträger Stadt Regensburg und Landkreis Regensburg – als Gruppe von Aufgabenträgern – die RVV, die RVB, die REBUS GmbH (Verschmelzung auf die RVB zum 01.01.2015) sowie die Gesellschaft zur Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs im Landkreis Regensburg mbH (GFN) – als Gruppe von Unternehmen – gemeinsam nach altem Recht mit der Durchführung des ÖPNV in Stadt und Landkreis Regensburg für die Zeit vom 01.12.2009 bis 30.11.2019 betraut. Damit wurde der von der EU-Verordnung 1370/2007 eingeräumte Übergangszeitraum für Betrauungen nach altem Recht ausgeschöpft.

Die SMO ist mit 51 % am Stammkapital der RVV beteiligt. Die Geschäftstätigkeit der RVV ist Verlust bringend, da im Bereich des ÖPNV eine kostendeckende Bewältigung der übertragenen Aufgaben nicht möglich ist. Zur Abdeckung des Handelsbilanzverlustes besteht zwischen der RVV und der SMO ein Ergebnisabführungsvertrag, mit ihrem anderen Gesellschafter hat die RVV eine Zuschussvereinbarung getroffen.

Die Gesellschaft orientiert sich im Rahmen ihrer Tätigkeit am vom Aufsichtsrat genehmigten Wirtschaftsplan, bestehend aus dem Erfolgs-, Investitions-, Finanz- und Stellenplan. Die zentrale Steuerungsgröße stellt dabei der von der das Stadtwerk Regensburg GmbH zu übernehmende Verlust dar. Sofern der tatsächliche Verlust höher ausfällt als prognostiziert, wird das grundsätzliche Ziel des Mutterunternehmens, ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen, gefährdet.  Im Rahmen des unterjährigen Berichtswesens erfolgt ein Plan-Ist-Vergleich, bei dem Abweichungen systematisch untersucht werden.

Geschäftsverlauf

Zum 31.12.2018 erhöhte sich die Linienlänge der SMO im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 km auf 333,3 km. Die Betriebsleistung hat um 0,12 Mio. Wagenkilometer (+ 1,9 %) auf 6,56 Mio. Wagenkilometer zugenommen. Sie wurde mit 5,11 Mio. Wagenkilometer mit eigenen Bussen (+ 1,7 %) und mit 1,45 Mio. Wagenkilometer im Rahmen der bestehenden Kooperationsvereinbarungen von sonstigen privaten Verkehrsunternehmern (+ 2,8 %) durchgeführt. Der Umsatz aus der Betriebsleistung erhöhte sich um 1,4 Mio. € (+ 4,5 %) auf 32,8 Mio. €. Die Vergütungssätze für das von der RVV zu entrichtende Betriebsleistungsentgelt wurden gegenüber dem Vorjahr aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen (überwiegend kostenindexiert) zum 01.01.2018 angepasst. 

Das um periodenfremde Einflüsse bereinigte positive Betriebsergebnis verschlechterte sich im Zeitraum 2016 bis 2018 von 3,4 Mio. € auf 0,8 Mio. €. Dies resultiert aus dem instabilen Fahrbetrieb und Personaleinsatz einhergehend mit der gestiegenen Fehlzeitenquote (erhebliche Schwierigkeiten bei der notwendigen Umstellung auf eine neue Betriebssoftware im Dezember 2017 aufgrund organisatorischer Engpässe; Ausfälle im Liniennetz durch hohe Zahl an Krankmeldungen auch in Folge der Grippewelle; damit einhergehend ein Anstieg der Krankenstunden;  daraus folgend Überstunden und starke Belastung des Omnibus-Fahrdienstes). Die Geschäftsführung unternahm alle Anstrengungen, diese Entwicklung zu stoppen und eine Trendwende hin zu einem produktiven Fahrbetrieb zu erreichen. Maßnahmen waren eine neue Führungsstruktur, ein verbessertes Gesundheitsmanagement, ein neues Schichtmodell sowie Maßnahmen zur Verbesserung der internen Kommunikation. 

Der Aufsichtsrat hat im April 2018 einen von der Geschäftsführung erweiterten Maßnahmenkatalog beschlossen: Erhöhung der Planstellen für Busfahrer von 257 auf 262 sowie Einstellung von sieben Omnibusfahrern als Doppelbesetzung bzw. von fünf befristeten Leih-Omnibusfahrern zum Abbau von Überstunden. Nach einer weiteren Sitzung des Aufsichtsrats (Juli 2018) wurden zur Beschleunigung des Überstundenabbaus nochmals 13 Omnibusfahrer als Doppelbesetzung, elf Leih-Omnibusfahrer befristet bis zum 31.12.2018 sowie fünf Leih-Omnibusfahrer zur Stabilisierung des Fahrbetriebs eingestellt. Bis Ende des Jahres 2018 haben die Maßnahmen keine spürbare Wirkung hin zur Trendwende gezeigt.