Diese Website verwendet Cookies. Indem Sie diese Website benutzen, stimmen Sie unseren Datenschutz-Richtlinien zu.

Lagebericht

 

Grundlagen des Unternehmens und Rahmenbedingungen

Die das Stadtwerk Regensburg.Mobilität GmbH (SMO) ist ein 100%iges Tochterunternehmen der das Stadtwerk Regensburg GmbH, Regensburg. Zwischen diesen beiden Unternehmen besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Die SMO erbringt mit ihren Bussen die Verkehrsleistungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit den dazugehörigen allgemeinen Dienstleistungen im Namen und im Auftrag  der  Regensburger  Verkehrs-verbund  GmbH  (RVV), Regensburg.  Ergänzend mit den Konzepten E-Carsharing und Park&Ride steht die SMO für eine ökologische und ökonomische Fortbewegung im Stadtgebiet Regensburg. Die  Leistungen  sind  im  Verkehrsbedienungs-/Betriebsleistungs- bzw. im Dienstleistungsvertrag mit der RVV vereinbart. Bei der SMO waren zum Bilanzstichtag 313 (Vorjahr: 325) Mitarbeiter beschäftigt, davon waren 33 (Vorjahr: 29) Mitarbeiter teilzeitbeschäftigt.

Die Stadt Regensburg hat im Jahr 2018 die ÖPNV-Leistungen für den Zeitraum ab 01.12.2019 ausgeschrieben. Aufgrund der dabei sehr hoch gehaltenen Anforderungen stellte kein privatwirtschaftliches Unternehmen einen eigenwirtschaftlichen Antrag. Im Januar 2019 entschied die Stadt Regensburg, die ÖPNV-Durchführung ab 01.12.2019 in Form eines Öffentlichen Dienstleistungsauftrages (ÖDA) an die SMO zu vergeben.

Die SMO ist mit 51 % am Stammkapital der RVV beteiligt. Die Geschäftstätigkeit der RVV ist Verlust bringend, da im Bereich des ÖPNV eine kostendeckende Bewältigung der übertragenen Aufgaben nicht möglich ist. Zur Abdeckung des Handelsbilanzverlustes besteht zwischen der RVV und der SMO ein Ergebnisabführungs-vertrag, mit ihrem anderen Gesellschafter hat die RVV eine Zuschussvereinbarung getroffen.

Die Gesellschaft orientiert sich im Rahmen ihrer Tätigkeit am vom Aufsichtsrat genehmigten Wirtschaftsplan bestehend aus dem Erfolgs-, Investitions-, Finanz- und Stellenplan. Die zentrale Steuerungsgröße stellt dabei der von der das Stadtwerk Regensburg GmbH zu übernehmende Verlust dar. Sofern der tatsächliche Verlust höher ausfällt als prognostiziert, kann das Ergebnisziel des Mutterunternehmens gefährdet sein.  Im Rahmen des unterjährigen Berichtswesens erfolgt ein Plan-Ist-Vergleich, bei dem Abweichungen systematisch untersucht werden.

Die das Stadtwerk Regensburg.Mobilität GmbH (SMO) ist ein 100%iges Tochterunternehmen der das Stadtwerk Regensburg GmbH, Regensburg. Zwischen diesen beiden Unternehmen besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.
Die zahlreichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus (COVID-19/SARS-CoV-2) führten bei der SMO im Geschäftsjahr 2020 zu Leistungseinschränkungen und einem deutlich verringerten Fahrgastaufkommen bei der Busbeförderung.  Diese Entwicklung spiegelt sich unmittelbar in einigen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wider. Die Werte im Jahresabschluss 2020 sind mit den entsprechenden Vorjahreszahlen teilweise nur eingeschränkt vergleichbar.

Geschäftsverlauf

Die Betriebsleistung verringerte sich im Jahr 2020 – bedingt durch die Corona-Pandemie und durch die Abgabe von Verkehrslinien – um 0,81 Mio. Wagenkilometer (- 12,3 %) auf 5,81 Mio. Wagenkilometer. Sie wurde mit 4,45 Mio. Wagenkilometer mit eigenen Bussen (- 10,2 %) und mit 1,36 Mio. Wagenkilometer im Rahmen der bestehenden Kooperationsvereinbarungen von sonstigen privaten Verkehrsunternehmern (- 18,6 %) durchgeführt. Der Umsatz aus der Betriebsleistung sank dadurch um 2,2 Mio. € (- 6,2 %) auf 32,1 Mio. €. Die Vergütungssätze für das von der RVV zu entrichtende Betriebsleistungsentgelt wurden gegenüber dem Vorjahr aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen (kostenindexiert) zum 01.01.2020 angepasst. Der Umsatzrückgang konnte durch geringere Materialaufwendungen (- 0,4 Mio. €) und Personal-aufwendungen (- 0,9 Mio. €) nur teilweise ausgeglichen werden. Die Fehlzeitenquote der Busfahrer hat sich gegenüber dem Vorjahr auf einem Niveau von ca. 13 % stabilisiert.

Die SMO hat im Geschäftsjahr 2020 eine Billigkeitsleistung nach Art. 53 der Bayerischen Haushaltsordnung im Haushaltsjahr 2020 für den Ausgleich von Schäden im ÖPNV im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie in Höhe von 2,1 Mio. € (sog. ÖPNV-Rettungsschirm) erhalten. Eine vorläufige Berechnung des entstandenen Schadens zum Bilanzstichtag ergab eine um 0,5 Mio. € überhöhte Billigkeitsleistung. Auf der Grundlage des handelsrechtlichen Vorsichtsprinzips wurde in entsprechender Höhe eine Rückstellung für eine Rückzahlungsverpflichtung gebildet. In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist damit der ÖPNV-Rettungsschirm-Zuschuss mit 1,6 Mio. € ausgewiesen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass dieser Betrag nur auf den Zeitraum September bis Dezember 2020 entfällt; der Corona-bedingte Schaden des Zeitraums März bis August 2020 wurde durch die RVV gegenüber dem Freistaat Bayern geltend gemacht.

Das negative Finanzergebnis von 17,0 Mio. €, welches von den Aufwendungen aus dem zu übernehmenden RVV-Verlust geprägt ist, hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Mio. € verschlechtert. Bei der RVV konnten Corona-bedingte Umsatzeinbußen nicht vollständig durch Einsparungen und den ÖPNV-Rettungsschirm-Zuschuss kompensiert werden.

Der von der das Stadtwerk Regensburg GmbH zu übernehmende Verlust beträgt 15,1 Mio. € und fiel im Vergleich zur Vorperiode um 0,7 Mio. € höher aus. Die ursprüngliche Planung sah einen Jahresfehlbetrag (vor Verlustübernahme) von 19,5 Mio. € vor; dieser setzte sich zusammen aus einem negativen Ergebnis aus dem Eigengeschäft (1,7 Mio. €) und dem zu übernehmenden RVV-Verlust (17,8 Mio. €).