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Lagebericht

 

Grundlagen des Unternehmens und Rahmenbedingungen

Die Regensburger Verkehrsbetriebe GmbH (RVB) ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Stadtwerke Regensburg GmbH (SWR), Regensburg. Zwischen der SWR und der RVB besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Die RVB erbringt die Verkehrsleistungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Regensburg mit den dazugehörigen allgemeinen Dienstleistungen im Namen und im Auftrag der Regensburger Verkehrsverbund GmbH (RVV), Regensburg. Die Leistungen im Verkehrsbedienungs-/Betriebsleistungs- bzw. im Dienstleistungsvertrag mit der RVV vereinbart. Bei der RVB waren zum Bilanzstichtag 287 (Vorjahr: 288) Mitarbeiter beschäftigt, wobei längere Abwesenheiten (u. a. wegen Krankheit: zwölf Mitarbeiter) unberücksichtigt blieben. 

Im November 2009 haben die Aufgabenträger Stadt Regensburg und Landkreis Regensburg – als Gruppe von Aufgabenträgern – die RVV, die RVB, die REBUS GmbH (Verschmelzung auf die RVB zum 01.01.2015) sowie die Gesellschaft zur Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs im Landkreis Regensburg mbH (GFN) – als Gruppe von Unternehmen – gemeinsam nach altem Recht mit der Durchführung des ÖPNV in Stadt und Landkreis Regensburg für die Zeit vom 01.12.2009 bis 30.11.2019 betraut. Damit wurde der von der EU-Verordnung 1370/2007 eingeräumte Übergangszeitraum für Betrauungen nach altem Recht ausgeschöpft.

Die RVB ist mit 51 % am Stammkapital der RVV beteiligt. Die Geschäftstätigkeit der RVV ist Verlust bringend, da im Bereich des ÖPNV eine kostendeckende Bewältigung der übertragenen Aufgaben nicht möglich ist. Zur Abdeckung des Handelsbilanzverlustes besteht zwischen der RVV und der RVB ein Ergebnisabführungsvertrag, mit ihrem anderen Gesellschafter hat die RVV eine Zuschussvereinbarung getroffen.
Die Gesellschaft orientiert sich im Rahmen ihrer Tätigkeit am vom Aufsichtsrat genehmigten Wirtschaftsplan bestehend aus dem Erfolgs-, Investitions-, Finanz- und Stellenplan. Die zentrale Steuerungsgröße stellt dabei der von der SWR zu übernehmende Verlust dar. Sofern der tatsächliche Verlust höher ausfällt als prognostiziert, wird das grundsätzliche Ziel des Mutterunternehmens, ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen, gefährdet.  Im Rahmen des unterjährigen Berichtswesens erfolgt ein Plan-Ist-Vergleich, bei dem Abweichungen systematisch untersucht werden. 

Geschäftsverlauf

Zum 31.12.2017 erhöhte sich die Linienlänge der RVB um 13,6 km im Vergleich zum Vorjahr auf 328,3 km. Die Betriebsleistung in Wagenkilometer hat um 89 Tsd. auf 6.437,8 Tsd. (+ 1,4 %) zugenommen und wurde an die RVV weiterverrechnet. Sie wurde mit 5.031,0 Tsd. Wagenkilometer mit eigenen Bussen und mit 1.406,8 Tsd. Wagenkilometer im Rahmen der bestehenden Kooperationsvereinbarungen von sonstigen privaten Verkehrsunternehmern durchgeführt. Der Umsatz aus der Betriebsleistung erhöhte sich um 0,6 Mio. € auf 31,4 Mio. €. Die Vergütungssätze für das von der RVV zu entrichtende Betriebsleistungsentgelt wurden gegenüber dem Vorjahr aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen zum 01.01.2017 angepasst. 

Das positive Betriebsergebnis beträgt 1,8 Mio. € und fiel um 0,8 Mio. € schlechter aus als geplant. Dies ist auf die Personalaufwendungen zurückzuführen, die um 1,4 Mio. € den Planansatz überschritten. Dagegen fielen die weiteren betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zur Planung um 0,2 Mio. € geringer und die betrieblichen Erträge um 0,4 Mio. € höher aus. Im Vorjahr konnte, bereinigt um periodenfremde Einflüsse, mit 3,4 Mio. € noch ein gutes positives Betriebsergebnis ausgewiesen werden. Die deutliche Verschlechterung im Vergleich zur Vorperiode ist hauptsächlich dem erhöhten Personalaufwand (+ 1,5 Mio. €) zuzuschreiben. Das negative Finanzergebnis von 12,9 Mio. €, welches von den Aufwendungen aus dem zu übernehmenden RVV-Verlust geprägt ist, hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Mio. € und zum Planansatz um 1,5 Mio. € verbessert. Der Saldo aus dem Betriebs- und dem Finanzergebnis ergibt den Jahresfehlbetrag (vor Verlustübernahme) von 11,1 Mio. €, der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,7 Mio. € angestiegen ist. Die Planung für 2017 sah einen von der SWR zu übernehmenden Verlust von 11,8 Mio. € vor. 

Die wirtschaftliche Entwicklung der RVB ist im Geschäftsjahr 2017, bezogen auf den Gesamtverlust, besser als geplant. Lässt man jedoch den zu übernehmenden RVV-Verlust außen vor, so ist die Geschäftsentwicklung der RVB deutlich unter Plan, was dem im Berichtsjahr instabilen Fahrbetrieb mit negativen Auswirkungen auf den Personalaufwand geschuldet ist.