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Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens und Rahmenbedingungen

Die Stadtwerke Regensburg GmbH (SWR) ist geschäftsleitende Holdinggesellschaft ihrer 100%igen Tochterunternehmen Regensburger Verkehrsbetriebe GmbH (RVB), Regensburger kommunaler Fahrzeugpark GmbH (RFG), Regensburger Badebetriebe GmbH (RBB) und LSR Lagerhaus- und Schiffahrtsgesellschaft mbH Regensburg (LSR). Zwischen der SWR und jedem dieser Tochterunternehmen besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. 

Die RVB erbringt die Verkehrsleistungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Regensburg mit den dazugehörigen allgemeinen Dienstleistungen im Namen und im Auftrag  der  Regensburger  Verkehrsverbund  GmbH  (RVV), an der sie mit 51 % beteiligt ist. Die Geschäftstätigkeit der RVV ist Verlust bringend, da im Bereich des ÖPNV eine kostendeckende Bewältigung der übertragenen Aufgaben nicht möglich ist. Zur Abdeckung des Handelsbilanzverlustes besteht zwischen der RVV und der RVB ein Ergebnisabführungsvertrag, mit ihrem anderen Gesellschafter hat die RVV eine Zuschussvereinbarung getroffen.

Das Geschäftsfeld der RFG erstreckt sich vor allem auf die Betreuung von Fuhrparks der öffentlichen Hand. Die wichtigsten Geschäftskunden sind die RVB und die Stadt Regensburg. 

Die RBB ist Betreiberin der drei Regensburger Bäder, des Sauna-Paradieses im Westbad sowie der Donau-Arena (Eisstadion mit multifunktionaler Nutzung). Außerdem bewirtschaftet und betreibt die RBB die Arena Regensburg; es handelt sich hierbei um ein Fußballstadion, dessen Eigentümerin die Stadt Regensburg (vertreten durch den Regiebetrieb Arena Regensburg) ist. Daneben hält die RBB mit 64,52 % eine Beteiligung an der REWAG REGENSBURGER ENERGIE- UND WASSERVERSORGUNG AG & CO KG (REWAG KG), die in den Bereichen Energie- und Wasserversorgung sowie Telekommunikation tätig ist. 

Die LSR betreibt im Westhafen Regensburg als Kerngeschäfte die Lagerung und den Umschlag von Getreide und Futtermitteln sowie die Betreuung der Personenschifffahrt mit deren Ver- und Entsorgung an der städtischen Personenschifffahrtslände.

Weitere direkte Beteiligungen bestehen an der REGENSBURGER ENERGIE- UND WASSERVERSORGUNG AG (REWAG) mit 64,52 %, an der R-KOM Regensburger Telekommunikationsverwaltungsgesellschaft mbH (R-KOM GmbH) mit 24,70 % sowie an der R-KOM Regensburger Telekommunikationsgesellschaft mbH & Co. KG (R-KOM KG) mit 24,70 %. Die REWAG ist persönlich haftende und geschäftsführende Gesellschafterin der REWAG KG. Die R-KOM GmbH ist insbesondere als persönlich haftende und geschäftsführende Gesellschafterin der R-KOM KG tätig. Der R-KOM KG obliegt das Errichten und Betreiben von Telekommunikationsnetzen und das Erbringen von Telekommunikationsdienstleistungen. 
Die SWR betreibt im Hauptgeschäft drei öffentliche Parkgaragen sowie die Verwaltung und Betriebsführung der park & ride-Anlage Westumgehung. Die Bauten des ehemaligen Stadtlagerhauses im Westhafen stehen  im Eigentum der SWR, die diese an die LSR verpachtet hat. Weiterhin ist die SWR Dienstleister für das Immobilienmanagement ihrer Tochtergesellschaften und erbrachte (über eine vertragliche Vereinbarung mit der RVB) bis 31.12.2017 Leistungen des Kundenzentrums an die RVV. Bei der SWR waren zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr 23 Mitarbeiter beschäftigt, wobei längere Abwesenheiten (z. B. wegen Krankheit oder Elternzeit) unberücksichtigt blieben.

Die Gesellschaft orientiert sich im Rahmen ihrer Tätigkeit am vom Aufsichtsrat genehmigten Wirtschaftsplan, bestehend aus dem Erfolgs-, Investitions-, Finanz- und Stellenplan. Die zentrale Steuerungsgröße stellt dabei das Jahresergebnis dar, welches von den abgeführten Gewinnen bzw. den zu übernehmenden Verlusten der 100%igen Tochterunternehmen erheblich beeinflusst wird. Grundsätzliches Ziel der SWR ist es, ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen. Im Rahmen des unterjährigen Berichtswesens erfolgt ein Plan-Ist-Vergleich, bei dem Abweichungen systematisch untersucht werden.

 

Geschäftsverlauf

Das operative Hauptgeschäft der SWR ist insbesondere von der Frequentierung der Parkhäuser abhängig. Im Geschäftsjahr 2017 erzielte die Sparte Parkhäuser einen Gewinn (ohne Berücksichtigung von Ertragsteuern) in Höhe von 2,1 Mio. € (Vorjahr: 1,7 Mio. €), der um 0,8 Mio. € höher ausfiel als geplant. Die Verbesserung im Vergleich zum Vorjahresergebnis sowie gegenüber dem Planansatz resultiert hauptsächlich aus der Auflösung einer Rückstellung für ein Arbeitsgerichtsverfahren (0,5 Mio. €). 

Wesentlichen Einfluss auf das Jahresergebnis der SWR haben die wirtschaftlichen Entwicklungen der 100%igen Tochterunternehmen, mit denen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge bestehen. Die Erträge aus Gewinnabführungen, welche hauptsächlich aus der RBB resultieren, betrugen im Berichtsjahr 8,5 Mio. € und fielen damit um 0,7 Mio. € höher aus als im Vorjahr. Der Verlust aus dem Betrieb der Bäder und der Donau-Arena hat sich um 0,6 Mio. € auf 6,9 Mio. € verringert. Der Rückgang beruht dabei hauptsächlich auf den im Vorjahr enthaltenen Sondereinflüssen (außerplanmäßige Abschreibungen sowie Bildung einer Rückstellung für Rückbauverpflichtung). Ohne Sondereinflüsse hat sich das Defizit aus dem Betrieb der Bäder und der Donau-Arena insbesondere wegen gestiegener Personal-, Energiebezugs- und Reinigungsaufwendungen um 0,4 Mio. € erhöht. Der Überschuss der REWAG KG, an deren Kommanditkapital die RBB mehrheitlich beteiligt ist, stieg im Geschäftsjahr 2017 um 0,2 Mio. € auf  23,2 Mio. € an.

Die Aufwendungen aus der Verlustübernahme – hier spiegelt sich ausschließlich der Fehlbetrag der RVB   wider – stiegen um 1,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahr an und betrugen 11,1 Mio. €. Das Ergebnis der RVB wird vom zu übernehmenden Verlust der RVV stark beeinflusst. Dieser hat sich in der Berichtsperiode um 0,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahr auf 12,9 Mio. € verringert. Das Ergebnis aus dem operativen Geschäft der RVB hat sich im Vergleich zur Vorperiode deutlich verschlechtert. Hauptursache ist ein um 1,5 Mio. € gestiegener Personalaufwand, der neben Tarifsteigerungen insbesondere auf höhere Überstunden, resultierend aus einem instabilen Fahrbetrieb einhergehend mit einer gestiegenen Krankenquote, sowie auf Stellenmehrungen zurückzuführen ist.

Insgesamt war die wirtschaftliche Entwicklung der SWR im Geschäftsjahr 2017 weitgehend zufriedenstellend. Mit dem Jahresfehlbetrag von knapp 0,5 Mio. € konnte das Hauptziel der SWR, ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen, nicht erreicht werden. Gegenüber dem Planansatz fiel das Ergebnis jedoch um 3,0 Mio. € besser aus; ursächlich hierfür waren insbesondere um 1,5 Mio. € höhere Erträge aus Gewinnabführungen sowie um 0,7 Mio. € geringere Aufwendungen aus der Verlustübernahme. Im Vergleich zur Vorperiode verschlechterte sich das Jahresergebnis um 0,3 Mio. €.