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Brief des Geschäftsführers

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wenn Historiker in der Zukunft einmal auf das Jahr 2020 zurückschauen und nachfolgenden Generationen erklären, was in diesem Jahr besonderes geschehen ist, dann wird ihnen wohl ein Wort genügen: Corona. Wir sind noch mittendrin in der Pandemie und trotzdem schauen wir schon jetzt mit einem analytischen Blick zurück auf ein Jahr, das so viele – eigentlich unvorstellbare – Veränderungen mit sich gebracht hat, die unser aller Leben maßgeblich beeinträchtigt haben und es teilweise immer noch tun. Wenn wir dieses disruptive Geschehen auf uns als Stadtwerk beziehen, so können wir folgende Fragen als Beleg für die unvorhersehbare und nicht kalkulierbare Wucht, mit der uns das neuartige Virus getroffen hat, stellen: Wer hätte gedacht, dass unsere Parkhäuser selbst zu besten Geschäftszeiten einmal leer bleiben? Wer hatte geahnt, dass unsere Busse zu eigentlichen Hauptverkehrszeiten nahezu leer durch die Stadt fahren? Wer hat geglaubt, dass keine Touristen mehr nach Regensburg kommen und deshalb auch kein Schiff an der Donaulände Halt macht? Wer hat vorhergesehen, dass unsere Bäder über Monate keine Badegäste besuchen werden?

Diese rhetorischen Fragen geben sehr schnell einen Einblick, wie stark die Pandemie unsere Geschäftstätigkeiten beeinflusst haben. An einigen Stellen ist uns die Grundlage für unser Tun und Wirken von heute auf morgen schlichtweg entzogen worden. Die wirtschaftlichen Auswirkungen einer solchen Situation sind fatal: Keine Einnahmen bei weiter laufenden Kosten stellen grundsätzlich die größtmögliche und immer zu vermeidende Schieflage dar. Gleichzeitig haben wir in unseren Unternehmen sehr schnell die Weichen gestellt, den Begleiterscheinungen der neuen Situation zu trotzen. Dabei stand natürlich die konsequente Prüfung aller Ausgaben auf der Agenda. Wir haben an dieser Stelle sehr gewissenhaft und umsichtig gehandelt. Durch unsere eigenen Bemühungen und die bereitgestellten Unterstützungen durch den Freistaat ist es uns gelungen, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie signifikant zu reduzieren und das Krisenjahr 2020 sehr ordentlich abzuschließen.

2021, so viel war schnell klar, wird uns vor ähnliche Herausforderungen stellen. Dennoch wissen wir um die Wirksamkeit unseres Krisenmanagements. Dementsprechend arbeiten wir, während Corona noch unsere Gegenwart bestimmt, schon lange wieder an den wichtigen Themen der Zukunft: Wir elektrifizieren unsere Busflotte und stellen unsere Mobilitätssparte auch darüber hinaus zunehmend emissionsfrei auf. Wir richten unsere Bäderstrategie entlang der Anforderungen einer weiterhin wachsenden Stadt aus. Wir bauen im Auftrag der Stadt Parkgaragen nach modernsten Standards. Wir sind mitverantwortlich, die hohe Lebensqualität in Regensburg mindestens zu erhalten. Dieser Aufgabe widmen wir uns mit großem Engagement, auch wenn wir bis auf weiteres mit den Auswirkungen der Pandemie leben müssen. Corona hat uns kurzzeitig gebremst und trotzdem überwiegt beim Blick in die Zukunft der Optimismus. Diesen haben wir uns nicht zuletzt im Krisenjahr 2020 durch eine tolle Gemeinschaftsleistung erarbeitet.

 

 

Manfred Koller